Little Miss Mischief

B-17G Little Miss Mischief

"Little Miss Mischief" kehrte am 15. Oktober 1944 von Köln zurück. Sie war eine von den B-17-Maschinen, die den zweiten von drei Tagesangriffen auf diese Stadt durchführte. Ihr Rumpf war durchschlagen und ihr Kugelturm am Flugzeugbauch so zerfetzt, dass es unbegreiflich schien, wie der Schütze überleben konnte.

Paul McDowell aus Bebraska war der zweite Pilot der "Little Miss Mischief". Soweit es ihn betraf, war sie ihn viel zu langsam. Sie litt unter einem Schaden an einem Trägerflächenholm, herrührend von einem vergangegenen Einsatz. Ein Satz neuer Motoren brachte sie jedoch wieder annährend zum alten Gefechtswert.

Es schaute am 15. Oktober McDowell durch seine dicke Windschutzscheibe, wieder einen längeren Einsatz fliegend, als er ein Ruderpedal leer trat. Ebenso fiel der Bordsprechverkehr aus, jedoch weder McDowell noch sein Copilot, Herman Balaban, wussten, was passiert war. Sergeant James Hobbs, der Bordmechaniker, verließ seinen Gefechtsstand im oberen Turm und drückte sich durch den Bombenschacht vorbei am Funkraum in den hinteren Teil der Maschine. Eine Weile später kehrte er zurück mit starren Augen. MoDowell vernahm etwas wie: "Großes Loch da" Als er nach hinten ging, nachzuschauen, stellte er fest, dass das Loch groß genug war, ein Kalb hindurchzuschieben. Der Bombenschütze ging nach hinten, um den Schaden näher zu untersuchen und kam, wegen Sauerstoffmangel, erregt zurück. Er behaarte mit heftigen Worten darauf, dass alle sofort abspringen müssten. Nach überstülpen der Sauerstoffmaske überlegte es rasch neue Möglichkeiten.

B-17G Little Miss Mischief - 2

Der MG-Schütze der rechten Rumpfseite, Glenn Staughter, hatte einen Schlag unter seinen Füßen gespürt. Er war dabei von seiner Waffe weggefegt worden und fand sich liegend wieder. Hierbei schaute er auf die Erde tief unter der Maschine durch eine Anzahl von großen, kleinen und mittleren Löchern rings um ihn herum. Unfähig zu glauben, dass er immer noch als Ganzes vorhanden war, beobachtete er verwirrt, wie Blut aus seinem schweren Stiefel rann. Die Masse seiner Ferse des linken Fußes war hin und die übrige Besatzung nahm sich bald seiner an.

Alle Gedanken über den Bombeneinsatz und Köln waren verflogen, McDowell kämpfte mit seiner kopflastigen Maschine. Im zerfetzten Kugelturm unter dem Bauch des Flugzeugs war der Schütze Ed Abdo eingekeilt. Irgendjemand schob ihm ein Laken durch ein Loch, um ihn vor den eisigen Luftstrom zu schützen.