Hard to Get

Autor: Matthias Baars

Hard To Get - Crew

Hintere Reihe - Von links nach rechts
Lt. James T. Bowler, Bombardier; Springfield, Mass
Flight Officer G. Lee Jager, Co-Pilot; San Francisco, Ca
Lt William F. Kotta, Pilot; San Francisco, Ca
Lt C. Earl Gillmore, Navigator; Toledo, Ohio

Vordere Reihe - Von links nach rechts
S/Sgt. Howard L. Johnson, Radio Operator; Hammond, Indiana
Sgt. Thomas J. Walsh, Tail Gunner; Philadelphia, Pa.
Sgt. Charles W. Turner, Engineer; Waterloo, Iowa
Sgt. Donald W. Detwiler, Ball Turret Gunner; Compton, Ca.
Sgt. James L. Whitling, Waist Gunner; Lamartine, Pa.

Brunkensen, am Samstag den 7. April 1945

Mittags gegen 12.30 Uhr ist ein Brummen eines Flugzeuges zu hören. Es war kurzfristig zu sehen als es aus süd-östlicher Richtung kam und in die nächste Wolke flog, die Maschine war zu diesem Zeitpunkt ca. 5000 m hoch, die Maschine verschwand in der Wolke. Nach kurzer Zeit heulten die Motoren noch einmal auf, es zerbricht in der Luft und stürzt auf den kleinen idyllischen Ort Brunkensen, so berichtete mir der Augenzeuge Herbert Paust seine Beobachtung.

Nachdem das Flugzeug abgestürzt war, eilten einige Bewohner des Ortes zur Absturzstelle. Die Trümmer der Maschine lagen im englischen Garten, des weiteren zerschlug die linke Tragfläche das Dach der Scheune vom Landwirt Paland .Da leichter Nord-Ost-Wind an dem Tag herschte stürzten viele Teile auf den gesamten Ort. Das leichtere Inventar des Flugzeugs wehte durch den Wind in Richtung Steinberg am anderen Ende des Ortes, darunter mehrere Schlauchboote und andere div. Teile aus dem Flugzeug. Unter anderem fand Herr Paust auf der Wiese einen Flieger-Overall, darin befand sich eine helle Brieftasche mit dem der Ausweis von Howard L. Johnson und 10$. (Mehr dazu später).

Als ich meinen Fund begutachtete rief der Vater von Herr Paust aus dem Haus ca. 300 m entfernt "Komm sofort nach Haus, die Amerikaner stehen hinten auf der Strasse" dabei handelte es sich um eine leichte Vorausabteilung. Die Amerikaner müssen den Absturz beobachtet haben, denn Sie standen zu dem Zeitpunkt an der Lippoldshöhle bei einer ausgelagerten Ölraffenerie der Deurag aus Hannover Misburg, die 1943 wegen der Bombenangriffe ausgelagert wurde und nach Fertigstellung Benzin herstellte.

Was war geschehen:

Am Morgen des 7. April 1945 startete in Framlingham (UK) Station 153,die 4 motorige B-17 Hard to Get mit der Serien Nr. 48225 der U.S. 8th Air Force, 390th Bomb Group, 570th Bomb Squadron aus den USA mit Ihrer Crew 75 und dem Piloten William Kotta zu ihrer 291. Mission, den Angriff auf Neumünster. Des weiteren befanden sich 1304 Bomber B-17 und B-24 in Begleitung von 792 Mustang- sowie 58 Thunderboltjäger von Stützpunkten in Südengland, die der 8 USAAF angehörten, zu einen ihrer letzten Einsätze dieser Größenordnung auf Deutschland. In den 1896 Maschinen befanden sich 14000 Mann an fliegendem Personal.

Es ging über die Nordsee in Richtung Deutschland, wo das Steinhuder Meer angesteuert wurde. Die Maschinen teilten sich hier und flogen ihre Einsätze in Richtung Sachau, Stendal, Gardelegen, Dömitz, Parchim, Güstrow und Neumünster. Im Bereich des Steinhuder Meeres geriet die Hard to Get in einer Höhe von 26000 ft unter Beschuss eines deutschen Jagdfliegers, einer ME 262, und traf diese an der rechten Flügelseite. Der Pilot der B-17 entschied sich, die gesamte Mannschaft die unverletzt war, abspringen zu lassen. Im Bereich Bergen wurde diese gefangen genommen und in das Stadtgefängnis in Bergen transportiert. Von da aus ging es weiter nach Lübeck wo die Gefangenen am 2. Mai 1945 von der 8.Britischen Panzer Armee-Einheit, die Lübeck besetzte, befreit wurden.