Focke Wulf FW 190

Focke Wulf FW 190

"Ich flog nur für etwa einen Monat ein spätes Modell der FW 190, die wir "Langnase" nannten, das war Februar 1944. Ich muss sagen es war ein wundervolles Flugzeug, aber wenn Du 1000 Einsätze in einer 109 geflogen bist, mochtest du die FW 190 nicht besonders. Es gab viele deutsche Piloten, die die 190 von Anfang an geflogen sind, aber ich persönlich mochte sie nicht besonders. Etwa 1944 griffen die 190er meistens die amerikanischen Bomber an und waren darin viel besser als die 109er, da sie diesen Sternmotor hatten, der ein guter Schutz gegen die Heckschützen der Bomber war."
Luftwaffengeneral Walter Krupinski

Als bester in Massen produzierter deutscher Kolbenmotorjäger war die Fw 190 ein Meisterwerk in innovativem Design. Sie wurde angetrieben durch einen luftgekühlten Sternmotor, von dem viele Entwickler behaupten, er könne mit der Leistung eines flüssigkeitsgekühlten Reihenmotors nicht mithalten, da er zuviel Luftwiderstand erzeugen würde. Es stellte sich jedoch bei den ersten Einsätzen Mitte 1941 heraus, dass die Fw 190 allen Reihenmotorjägern dieser Zeit überlegen war, einschließlich der Spitfire V und der Bf 109F, mit einem Motor der von der deutschen Flugzeugindustrie nicht gewünscht wurde. Leicht, extrem manövrierfähig und hervorragend bewaffnet, ersetzte die Fw 190 die Bf 109 schnell als den tödlichsten Jäger der Luftwaffe, obwohl sie nie die Gesamtproduktionszahl der Bf 109 erreichte.

Das weit auseinander liegende Fahrwerk erwies sich ebenso dem notorisch schlechten, eng beieinander liegendem Fahrwerk der Bf 109 überlegen. Und da die Fw 190 kleiner als die Bf 109 war, hatte sie den Vorteil, den alliierten Jägern und Bordschützen ein kleineres Ziel zu bieten. Als super Tagjäger wurde die Fw 190 ebenso wie als Nachtjäger, Jagdbomber, Sturzbomber, Bodenangriffsjäger und Aufklärer eingesetzt. Die Fw 190A-5 rollte im April 1943 von den Produktionsbändern.

Dieses Modell konnte eine vielfältigere Bombenlast, Bewaffnung und Treibstofftanks mit sich führen als frühere Versionen. Die Fw 190A-8, die Ende 43 und Anfang 44 zum Einsatz kam, war das letzte und häufigste A-Modell, das produziert wurde und bot verbesserte Leistungen gegenüber den Vorgängern und einen größeren Tank. Wie auch die Bf 109G-6 konnte die Fw 190A-8 mit dem MW 50 System ausgerüstet werden, das ihr zu zehnminütiger Leistungssteigerung in der Geschwindigkeit und Steigleistung verhalf. Schwere Bewaffnung, einschließlich vier 20mm-Kanonen, war der Standard bei der A-8. Andere Versionen trugen unterschiedliche Arten von 30mm-Kanonen, um Panzer und Bomber angreifen zu können. Eine Version, der "Rammjäger", wurde speziell dazu entworfen, US Bomber zu rammen, und hatte deswegen verstärkten Frontal- und Cockpitschutz.

Technische Daten Fw 190A-8

Typ: Einsitziger Jäger/Jagdbomber

Triebwerke: ein zweireihiger 18-Zylinder-Sternmotor vom Typ BMW 801 Dg mit 1700 PS.

Leistung: Höchstgeschwindigkeit 654 km/h; Anfangssteigleistung: 720m/min.

Gewicht: Leermasse 3200 kg; max. Startmasse 4900 kg

Abmessungen: Spannweite 10,50 m; Länge 8,84 m; Höhe 3,96 m; Tragflügelfläche 18,30 m

Bewaffnung: zwei 13 mm Maschinengewehre und vier 20 mm Kanonen plus eine 500 kg Bombe.