In einer B-17

Selbst wenn von den Gefahren, die einem Flieger vom Feind her drohen, abgesehen wird, so bleiben noch genug Schwierigkeiten, die sich allein aus dem Verbandsflug zwischen 7000 und 8000 Meter Höhe ergeben.

Ein Besatzungsmitglied macht sich fertig für einen Einsatz

Eine Bomberbesatzung wird mit enormer Geschwindigkeit vom Meeresspiegel zur Höhe des Mount Everest und darüber hinaus emporgerissen. Bei einem Langstreckenflug nach Deutschland sind die Männer 8 bis 10 Stunden in der Luft, von denen jede Minute Gefahr und Mühsal bringt. Sie müssen um ihr Leben kämpfen, werden möglicherweise verwundet, ohne dass Hoffnung auf richtige ärztliche Hilfe besteht.

Schnelle und genaue Arbeit wird von jedem Mitglied der Besatzung verlangt, vom Bordschützen bis zum Piloten, noch dazu in besonders hinderlicher Bekleidung: über dem wollenen Unterzug trägt jeder gegen die grimmige Kälte in 8000 Meter Höhe einen elektrisch beheizten Overall. Dann kommt die Uniform. Darüber wird eine schaffellgefütterte Fliegerkombination gezogen, in der man sich kaum bewegen kann. Aber das ist nicht alles: Anschließend stülpt sich jeder den Brust- und Rückenpanzer über, ein dichtes Kettenhemd, das vom Hals bis zum Becken reicht und gegen Flaksplitter und MG-Geschosse schützen soll.

Nun steigen die Männer in die hohen Schaffellstiefel, legen die grellgelben Schwimmwesten an, schließen die Fallschirmgurte und ziehen zuletzt die dicken, elektrisch beheizten Handschuhe über. Auf den Kopf kommen eine warme Mütze und der Stahlhelm.

Zu der Bekleidung gehören noch Geräte: Ohne künstliche Zufuhr von Sauerstoff würde der Flieger in großen Höhen in kurzer Zeit bewusstlos; so wird die Sauerstoffmaske um den Hals gehängt (deren Druck auf das Gesicht später während des Fluges fast zur Verzweiflung treibt), ferner Kopfhörer für das Bordsprechgerät und das dazugehörige Kehlkopfmikrofon - das eine über die Ohren klemmt, das andere straff um die Kehle.